Ein bißchen Engel - Geschichte


Der Begriff Engel - Angelos hat verschiedene Ursprünge. Wird es vom alt-ägyptischen Wortstamm „ang“ abgeleitet bedeutet es „Leben“. „El“ bedeutet Gotteslicht. Somit wäre es als „die im göttlichen Licht Lebenden“ zu deuten. Wenn wir es vom griechischen „angelos“ ableiten, bedeutet es „Bote, Gesandter des Göttlichen“

Engel verkörpern das göttliche Ideal des Menschen und sind stets bereit den Menschen zu helfen, wenn sie darum gebeten werden. Sie begleiten uns seit Anbeginn, als Folge finden wir Zeugnisse über ihr Wirken in allen Kulturen und aus allen Zeiten. Wir finden ihre Erwähnung bei den verschiedensten Völkergruppen, Glaubensgemeinschaften, Kulturkreisen. Über den ganzen Globus, durch alle Völker und Religionen finden wir Aussagen über ihre Existenz. Und viele Gelehrte, Eingeweihte, Denker der jeweiligen Epochen, zogen die Obhut und Führung der Lichtwesen nie in Zweifel. Hießen sie nun Hermes Trismegistos, Thales, Pythagoras, Homer, Sokrates, Platon, Paracelsus usw., die Aufzählung ließe sich beliebig fortführen.

Engel und Menschen haben eine lange gemeinsame Geschichte und „Engelsanrufungen“ gehören mit zu den ältesten Ritualen. Es wird vermutet, daß ihre Ursprünge in Babylon liegen. Die Bezeichnung Engel und die Vorstellung, daß sie Flügel haben gelangte wahrscheinlich von Ägypten über Israel und Jordanien nach Europa.

In Europa erlebten Engelrituale zu Beginn des Christentums einen großen Aufschwung, wie u.a. auch Schilderungen im alten Testament und in der Apokalypse bezeugen.

Es entwickelt sich ein richtiger Engelkult und die christliche Kirche befürchtete, daß dieser die Gottes-/Christusverehrung untergraben könne. 363 v. Chr. wurde darausfolgernd auf dem Konzil von Laodicea das Anrufen von Engeln außerhalb öffentlicher Gottesdienste verboten. Weiterhin durften nur noch die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael beim Namen genannt werden, da diese als einzige in der Bibel namentlich erwähnt werden. Als einziger persönlicher Begleiter des „gewöhnlichen“ Menschen wurde ein Schutzengel zu gelassen. Geistlichen und Heiligen wurden mehrere zu gesprochen. Die Beschlüsse des Konzils erreichten die beabsichtigte Wirkung jedoch nicht. Viele Engel, ihre Namen, Aufgabengebiete etc. wurden nun in „geheimen“ Büchern gehütet.

Einen erneuten Höhepunkt erreichte der Engelkult mit der Veröffentlichung des Buches „Über die himmlische Hierarchie“ DionysiosAreopagita" (Mystiker, 5./6. Jahrhundert n. Chr.). Künstler zeigten jetzt ihre Engelsvorstellungen in Gemälden, Statuen, Liedern, Gedichten. Anrufungen und Rituale wurden veröffentlicht. Dies forderte härtere kirchliche Maßnahmen herauf. 745 n. Chr. wurden auf der Ad-Lateran Synode von Papst Zacharias Maßnahmen zur Engelsverfolgung ergriffen. Man war sich darin einig, daß alle Verehrung alleine Gott gebühre Wieder wurde verboten Engel namentlich zu nennen, viele Engel sogar in die Hölle verbannt. So z.B. Erzengel Uriel, da er nicht in der Bibel namentlich erwähnt wird. Später wurde er „begnadigt“, da er zu den „herrlichen Sieben“ gehört.



Alle Maßnahmen halfen der Kirche jedoch wenig, der Engelkult hielt stand. Eine neue Blütezeit erlebte er im 12. und 13. Jahrhundert n. Chr. Die großen Künstler widmeten sich den Engeln und sie galten als die Lenker des Universums, ohne sie schien sich nichts zu bewegen. Die Menschen liefen Gefahr zu vergessen, daß Engel Boten des göttlichen Willens sind, Vermittler zwischen Gott und Mensch, aber nicht Gott selbst.

Dann jedoch kam um 1347 die Pest über Europa und die Menschen standen dieser ohnmächtig gegenüber. Kein Mittel half, keine Engelsanrufung, kein Engelsritual schien zu wirken. Halfen die Engel nicht (mehr), hatten sie keine Macht? Fast gleichzeitig spaltete sich die Kirche in zwei große Richtungen. Die Lehre Thomas von Aquin´s mit dem traditionellen Klerus und eher intellektuell geprägt und die Lehre von Franz von Assisi´s, die die direkte Verbindung zu Christus propagierte, die unmittelbare Gotteserfahrung ohne die Zwischenschaltung der Engel. Die Lehre der Franziskaner wurde von den Menschen in dieser Zeit eher angenommen. Sie konnten sich in ihrem Leiden mit der Pest eher mit den Leiden Christi identifizieren, als mit den vollkommenen himmlischen Wesen.

Kopernikus entdeckte 1512 das die Erde sich um die Sonne dreht und hinter den Planetenbewegungen Naturkräfte stehen. Die Zeit der Naturwissenschaften und des Materialismus war angebrochen.

Es folgte die Zeit der Inquisition, Teufelsaustreibung und Hexenverfolgungen. Menschen die in dieser Zeit noch Engel anbeteten wurden kurzerhand als Ketzer, Hexen, von Dämonen besetzt erklärt und entsprechend verurteilt.

Im 18. und 19. Jahrhundert war das Wirken der Engel kaum noch gegenwärtig. Kaum noch wurde über sie geschrieben, sie gemalt oder in Form gegossen. Engelsdarstellungen verschwanden aus dem Alltagsbild.

Der Engelsglaube erhielt sich jedoch und mit der Zeit begab sich der Mensch wieder mehr auf die Suche, weg vom rein technischen, materialistischen Denken. Die Sinnfrage rückte wieder mehr in den Mittelpunkt, die Suche nach sich selbst. Psychologie, Selbstanalyse, Meditationstechniken und auch die Einflüsse aus östlichen Kulturen hinterlassen ihre Wirkung. Altes Wissen wird neu belebt, innere Spiritualität gesucht.

Heute berichten viele Menschen auf der ganzen Welt über glückliche und wunderbare Engel-Erfahrungen, über Hilfe aus den geistigen Reichen.

Engel sind universelle Lichtwesen. Sie sind an keine Religion, keinen Zeitgeist, keine Nation, kein Dogma, kein irdisches Gesetz, keine Verordnung, keine Ideologie gebunden. Sie überdauern die Zeit.

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